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25.10.2019

Senkung der Tauglichkeitskriterien ist falscher Weg

Senkung der Tauglichkeitskriterien ist falscher Weg

Eignung ist Frage der Gesundheitsinvestition bei Kindern und Jugendlichen

NÖ Gesundheitslandesrätin und zuständiges Regierungsmitglied für das NÖ Rettungswesen Ulrike Königsberger-Ludwig warnt vor Schnellschüssen im Zusammenhang mit der aktuell geführten Debatte über die Senkung der Tauglichkeitskriterien bei den Stellungspflichtigen in Österreich. „Die Tätigkeit als Rettungssanitäter setzt eine gute körperliche wie auch mentale Belastbarkeit voraus. Aus gutem Grund gibt es Qualitätsstandards im Rettungsdienst für Zivildiener, die keinesfalls infrage gestellt werden dürfen, damit die Versorgung der Patientinnen und Patienten gewährleistet bleibt“, betont Königsberger-Ludwig.


„Der absolut bessere Weg ist das Augenmerk auf die gesundheitlichen Problemstellungen der Jugendlichen zu legen als neue Tauglichkeitskriterien zu erfinden. Übergewicht, Sehschwächen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und psychische Probleme werden die nächsten Generationen weiterhin plagen, wenn nicht die Ursachen bekämpft werden“, ist Königsberger-Ludwig überzeugt. „Eine ausschließliche Behandlung der Symptome ist der verkehrte Weg. Es sollte vielmehr das Übel bei den Wurzeln gepackt werden. Dafür muss aber Geld in die Hand genommen werden, was wiederum eine politische Entscheidung ist. Aktuelle Fehlentwicklungen im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit, wie z.B. der akute Mangel an KinderärztInnen oder die nach wie vor nicht umgesetzte tägliche Turnstunde, sind deutliches Indiz dafür, wo es wirklich krankt und wo Handlungsbedarf besteht“, so Königsberger-Ludwig.